Kapitel 59: Leon schreibt

Leon saß in der Ecke des Zimmers und schrieb in ein Notizbuch. Nicht eine Geschichte, nicht einen Plan. Einen Brief.

An seine Mutter.

Er schrieb ihr, was er fühlte. Die Wut, die Traurigkeit, die Verwirrung. Er schrieb ihr, dass er sie liebte, obwohl sie Dinge getan hatte, die er nicht verstand. Er schrieb ihr, dass er hoffte, sie würde eines Tages verstehen, was sie angerichtet hatte. Und er schrieb ihr, dass er ihr vergeben würde, wenn sie bereit war, sich zu ändern.

Er würde den Brief nie abschicken. Aber das Schreiben half.

Er schloss das Notizbuch und legte es weg. Dann legte er sich hin und schlief, tiefer und ruhiger als in den letzten Wochen.

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