Staffel 2: Die fremde Welt· Kapitel 21 von 31

Kapitel 30: Rückkehr des Bösen

Der Morgen brach an mit einem Himmel, der so grau war wie Blei. Kein Wind, kein Vogelgesang, nur eine drückende, unnatürliche Stille, die sich über die Stadt legte wie ein Leichentuch. Die Gruppe spürte es, noch bevor die Instrumente es anzeigten: Nick Lustig kehrte zurück.

Alex' Sensoren schlugen als Erste Alarm. Die Energiesignatur, die er seit der Schließung des Portals überwacht hatte, begann plötzlich zu pulsieren. Schwach zuerst, dann immer stärker, wie ein Herzschlag, der aus dem Nichts erwachte. „Er öffnet ein Portal", sagte Alex, seine Stimme angespannt. „Irgendwo in der Stadt. Er kommt zurück."

Die Gruppe mobilisierte sich in Rekordzeit. Jason schnallte sich seine Schutzausrüstung um, Paul überprüfte die Kommunikationsgeräte, Paluten und Speed luden die Ausrüstung in den Transporter. Ronaldo und Haaland standen bereit, ihre Körper strahlten eine ruhige, konzentrierte Energie aus. Mr. Beast, der nun auf der Seite der Guten kämpfte, ballte die Fäuste. „Ich kenne seinen Bunker", sagte er. „Ich weiß, wo er das Portal öffnen wird."

Lilith saß an ihrem Laptop und verfolgte die Energiesignatur. „Er ist im alten Industriegebiet", sagte sie. „Dieselbe Lagerhalle, in der er Horst entführt hat. Er kehrt an den Ort des Verbrechens zurück." Es war typisch für Nick, theatralisch und selbstverliebt bis zum Schluss.

Die Gruppe teilte sich auf. Ronaldo, Haaland, Jason und Mr. Beast bildeten das Angriffsteam. Paul, Paluten und Horst bildeten das Unterstützungsteam. Alex und Lilith blieben im Hauptquartier und koordinierten über Funk. Maria blieb bei Leon, Knossi, Monte, Luca und Speed sicherten die Umgebung.

Als sie die Lagerhalle erreichten, war das Portal bereits offen. Ein Riss in der Realität, aus dem dunkle Energie strömte wie Blut aus einer Wunde. Und in der Mitte des Risses stand Nick Lustig. Aber er war nicht mehr der Mann, den sie kannten. Die fremde Welt hatte ihn verändert. Seine Haut war aschgrau, seine Augen glühten in einem tiefen, unheimlichen Rot, und um seinen Körper pulsierte eine Aura aus reiner, konzentrierter Dunkelheit. Die Verbrennungen in seinem Gesicht waren verschwunden, ersetzt durch Narben, die wie Runen aussahen, als hätte die Parallelwelt ihre Zeichen in sein Fleisch gebrannt.

„Willkommen", sagte Nick, und seine Stimme war nicht mehr menschlich. Sie war ein Chor aus tausend Stimmen, tief und hallend, als würde die Dunkelheit selbst durch ihn sprechen. „Willkommen zu eurem Ende."

Die letzte Schlacht hatte begonnen.

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