Staffel 2: Die fremde Welt· Kapitel 24 von 31

Kapitel 33: Verletzungen

Der Kampf forderte seinen Tribut. Als Erster fiel Jason. Ein Schlag von Nicks Schattenschwert traf ihn an der Seite und schleuderte ihn gegen eine Stahlsäule. Er sackte zusammen, sein Gesicht schmerzverzerrt, seine Hand presste sich auf die blutende Wunde. „Ich bin okay", keuchte er, aber sein bleiches Gesicht strafte seine Worte Lügen.

Mr. Beast war der Nächste. Nick packte ihn mit einer Hand aus Schatten und schleuderte ihn durch die Lagerhalle. Er krachte durch zwei Wände und blieb reglos liegen. Paluten, der von draußen zusah, rannte zu ihm und zog ihn in Sicherheit. Mr. Beast war bewusstlos, aber er atmete.

Selbst Ronaldo und Haaland blieben nicht verschont. Nicks Macht wuchs mit seiner Verzweiflung, und seine Angriffe wurden immer wilder, immer unkontrollierter. Ein Energiestoß traf Haaland in die Brust und warf ihn zu Boden. Seine Eisrüstung zerbrach, und er lag keuchend da, Blut lief aus einer Wunde an seiner Stirn. Ronaldo, der versuchte, Haaland zu schützen, wurde von einem Schattenschwert am Bein getroffen. Er ging auf ein Knie, sein goldenes Licht flackerte.

Nick stand inmitten der Verwüstung, schwer atmend, aber triumphierend. „Seht ihr?", rief er, seine Stimme überschlug sich. „Seht ihr jetzt, was ich bin? Ich bin unbesiegbar! Ich bin ein Gott!" Doch seine Worte klangen hohl, denn auch er war nicht unbeschadet geblieben. Schwarzes Blut sickerte aus Rissen in seiner Schattenrüstung, und seine Bewegungen waren langsamer geworden, weniger kontrolliert.

Horst, der alles mit ansehen musste, konnte nicht länger tatenlos bleiben. Er riss sich von Palutens Griff los und rannte in die Lagerhalle. „Nick!", rief er. „Das hier ist zwischen dir und mir! Lass die anderen in Ruhe!"

Nick wandte sich ihm zu, und in seinen glühenden Augen lag etwas, das über Hass hinausging. Es war Besessenheit, eine alles verzehrende Fixierung auf den einen Menschen, den er mehr hasste als sich selbst. „Endlich", flüsterte er. „Endlich stellst du dich mir."

Paul schrie über Funk: „Horst, nein! Geh da nicht rein!" Aber Horst hörte ihn nicht. Oder er hörte ihn und ignorierte ihn. Er stand vor Nick, unbewaffnet, ungeschützt, ein normaler Mensch vor einem Monster. Aber in seinen Augen brannte ein Feuer, das heller war als Ronaldos Gold und kälter als Haalands Eis. Es war das Feuer eines Mannes, der nichts mehr zu verlieren hatte.

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