Staffel 2: Die fremde Welt· Kapitel 26 von 31

Kapitel 35: Haaland greift ein

In dem Moment, als Ronaldo zusammenbrach, stand Haaland auf. Der norwegische Riese hatte die Zeit genutzt, um sich zu erholen, seine Eisrüstung hatte sich regeneriert, und seine blauen Augen brannten mit einer kalten, unerschütterlichen Entschlossenheit. Er hatte Ronaldos Kampf beobachtet, hatte gesehen, wie der Portugiese alles gegeben hatte, und wusste, dass es nun an ihm war, den Kampf zu beenden.

Nick, der auf dem Boden lag und versuchte, sich aufzurappeln, sah Haaland kommen und lachte. Es war ein verzweifeltes, wahnsinniges Lachen. „Noch einer", krächzte er. „Noch ein Held, der glaubt, er könnte mich besiegen." Er versuchte, seine Schattenrüstung zu regenerieren, aber die Energie war schwach, flackernd, wie eine Kerze im Wind.

Haaland blieb vor ihm stehen und blickte auf ihn herab. „Du bist fertig, Nick", sagte er ruhig. „Sieh dich an. Du blutest, du zitterst, deine Macht schwindet. Es ist vorbei." Nick schüttelte den Kopf, seine Augen waren weit aufgerissen, der Wahnsinn tanzte in ihnen. „Es ist nie vorbei! Solange ich atme, ist es nie vorbei!"

Er sprang auf und griff Haaland an, mit bloßen Händen, ohne Schattenrüstung, ohne dunkle Energie. Es war der Angriff eines verzweifelten Mannes, der nichts mehr zu verlieren hatte. Haaland wich dem ersten Schlag aus, fing den zweiten ab und konterte mit einem Tritt, der Nick quer durch die Halle schleuderte.

Nick stand wieder auf. Blut lief aus seiner Nase, aus seinem Mund, aus den Rissen in seiner Haut. Er taumelte, seine Beine zitterten, aber er weigerte sich, aufzugeben. Er stürmte erneut vor, und Haaland traf ihn mit einem Schlag, der die Luft zum Bersten brachte. Nick flog durch die Luft und krachte gegen eine Stahlsäule, die sich unter dem Aufprall verbog.

Diesmal blieb er liegen. Sein Körper zuckte, schwarzes Blut poolte sich unter ihm. Seine Augen, die einst so voller Hass und Wahnsinn gebrannt hatten, wurden glasig. „Das... das kann nicht sein...", flüsterte er, seine Stimme kaum mehr als ein Hauchen. „Ich bin... Nick Lustig... ich bin..."

Haaland stand über ihm, sein Gesicht ausdruckslos. „Du bist ein Mann, der alles verloren hat, weil er nicht aufhören konnte zu hassen", sagte er. „Und jetzt ist es vorbei."

Die Gruppe versammelte sich um den gefallenen Nick. Jason, der trotz seiner Verletzung auf den Beinen war. Paul, der die Situation mit analytischem Blick betrachtete. Paluten, der Mr. Beast stützte. Ronaldo, der sich mühsam aufgerichtet hatte. Und Horst, Kaiser Horst, der auf den Mann herabblickte, der sein Leben zur Hölle gemacht hatte.

Nick blickte zu Horst auf, und für einen Moment, einen einzigen, flüchtigen Moment, war der Wahnsinn aus seinen Augen verschwunden. „Es tut mir leid", flüsterte er. Dann schlossen sich seine Augen, sein Körper erschlaffte, und Nick Lustig bewegte sich nicht mehr.

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