Kapitel 1: Nicks Rückkehr

Es war ein gewöhnlicher Montagmorgen, als die Welt erfuhr, dass Nick Lustig zurück war. Nicht durch eine Ankündigung, nicht durch ein Video, sondern durch eine Leiche.

Richter Alexander Hold, ein angesehener Jurist, der seit Wochen die Fälle rund um Nick Lustig untersuchte, wurde tot in seinem Büro gefunden. Sein Körper war kalt, sein Gesicht zu einer Maske des Entsetzens erstarrt. An der Wand hinter ihm, geschrieben in schwarzer Tinte, die wie Blut aussah, stand eine Nachricht: „Die Gerechtigkeit ist blind. Aber ich sehe alles. – N.L."

Die Polizei war ratlos. Die Überwachungskameras zeigten nichts. Keine Person hatte das Gebäude betreten oder verlassen. Es war, als hätte der Tod selbst Richter Hold besucht. Aber diejenigen, die Nick kannten, die gegen ihn gekämpft hatten, wussten es besser. Nick war zurück. Und er war gefährlicher als je zuvor.

Im Hauptquartier, das Paul nach der letzten Schlacht als permanente Basis eingerichtet hatte, herrschte angespannte Stille. Alex starrte auf die Bildschirme, auf denen die Nachricht über Richter Holds Tod lief. Lilith, die ehemalige Hackerin, die nun fest zum Team gehörte, analysierte die Energiesignaturen rund um das Gerichtsgebäude. „Es ist die gleiche Signatur wie im Bergwerk", sagte sie leise. „Nick war da. Oder etwas, das Nick ist."

Jason schlug mit der Faust auf den Tisch. „Wir hätten ihn jagen sollen. Wir hätten nicht aufhören dürfen, bis wir seine Leiche gefunden haben." Paul, immer der Ruhige, schüttelte den Kopf. „Wir hatten keine Wahl. Die Explosion war zu stark. Wir mussten uns zurückziehen." Maria, die neben ihm saß, fügte hinzu: „Und wir hatten Verletzte. Ronaldo und Haaland waren erschöpft. Wir konnten nicht weiterkämpfen."

Aber die Wahrheit war, dass sie alle wussten, dass Jason recht hatte. Sie hätten nicht aufhören dürfen. Und jetzt zahlten sie den Preis.

Paluten, der seit der letzten Schlacht eng mit der Gruppe zusammenarbeitete, meldete sich zu Wort. „Wo ist Horst? Wir müssen ihn warnen." Alex blickte auf. „Horst ist zu Hause, bei Leon. Ich habe ihm eine Nachricht geschickt, aber er hat noch nicht geantwortet." Ein ungutes Gefühl breitete sich in der Gruppe aus.

Knossi, Monte, Luca und Speed, die vier gehirngewaschenen Streamer, die in der letzten Schlacht befreit worden waren, saßen zusammen in einer Ecke. Sie hatten sich noch nicht vollständig von ihren Erfahrungen erholt, aber sie waren entschlossen, zu helfen. „Wir sollten zu Horst fahren", sagte Knossi. „Wenn Nick zurück ist, ist Horst in Gefahr."

Aber bevor jemand reagieren konnte, ging der Alarm los. Lilith sprang auf, ihre Finger flogen über die Tastatur. „Ich habe eine Energiespitze. Nicht weit von hier. Jemand nutzt Parallelwelt-Technologie." Alex zoomte auf die Karte. „Das ist... das ist Jasons Wohnung."

Jason erstarrte. Dann rannte er zur Tür. „Ich muss da hin!" Paul hielt ihn auf. „Warte. Es könnte eine Falle sein." Aber Jason schüttelte ihn ab. „Meine Wohnung. Meine Sachen. Ich gehe." Und er war weg, bevor jemand ihn aufhalten konnte.

Paul blickte zu Maria. „Geh mit ihm. Nimm Alex mit. Ich bleibe hier und koordiniere." Maria nickte und rannte Jason hinterher. Alex folgte ihr. Und in diesem Moment, ohne dass es jemand bemerkte, begann Nicks Plan.

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