Kapitel 28: Die Explosion

In den Trümmern des Stadions rührte sich etwas. Nick, begraben unter Beton und Stahl, kämpfte sich frei. Sein Körper war gebrochen, seine Schatten waren fast verschwunden, aber er lebte. Kaum.

Er kroch aus den Trümmern, sein Atem war flach, sein Blut färbte den Boden rot. „Ich... ich werde... überleben", keuchte er. „Ich werde... zurückkommen." Aber dann hörte er es. Ein Ticken. Ein schwaches, aber unerbittliches Ticken.

Er blickte nach unten und sah es. Eine Bombe, versteckt unter den Trümmern, eine der Sprengsätze, die nicht explodiert war. Aber jetzt, durch die Bewegung, durch die Erschütterung, war sie aktiviert worden. Und sie hatte nur noch Sekunden.

Nick versuchte zu fliehen, versuchte ein Portal zu öffnen, aber seine Kräfte waren erschöpft. Er war zu schwach, zu verletzt. Das Ticken wurde schneller, lauter. Und dann explodierte die Bombe.

Die Explosion war gewaltig, riss ein Loch in die Erde, schleuderte Trümmer in alle Richtungen. Die Gruppe, die bereits weit entfernt war, spürte die Erschütterung, sah den Feuerball am Horizont.

„Was war das?", rief Knossi. Alex zog sein Tablet hervor, analysierte die Daten. „Eine weitere Explosion. Am Stadion. Eine große." Horst blickte zurück, sein Herz sank. „Nick?"

Alex nickte langsam. „Wenn er dort war... dann ist er jetzt tot. Niemand könnte das überleben." Die Gruppe schwieg, verarbeitete die Nachricht. War es wirklich vorbei? War Nick wirklich tot?

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