Kapitel 29: In den Trümmern

Am nächsten Morgen kehrte die Gruppe zu den Trümmern zurück, begleitet von der Polizei, von Rettungsteams, von Reportern. Die Welt wollte wissen, was passiert war, wollte Antworten, wollte Gerechtigkeit.

Die Trümmer wurden durchsucht, jeder Zentimeter wurde untersucht. Sie fanden Überreste der Klone, Überreste der Ausrüstung, Überreste des Stadions. Aber keine Leiche. Keine Spur von Nick Lustig.

„Wie ist das möglich?", fragte der leitende Ermittler. „Die Explosion war massiv. Niemand könnte das überleben." Alex, der die Energiesignaturen analysierte, schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht. Es gibt keine Signatur, keine Spur. Es ist, als wäre er... verschwunden."

Lilith, die aus dem Krankenhaus entlassen worden war, trat neben ihn. „Das Portal", sagte sie leise. „Kurz vor der Explosion. Ich habe eine schwache Energiespitze gemessen. Vielleicht hat er es doch geschafft, ein Portal zu öffnen. Vielleicht ist er entkommen."

Die Gruppe blickte sich an, Hoffnung und Angst vermischten sich. „Wenn er entkommen ist, wo ist er?", fragte Maria. Lilith zuckte mit den Schultern. „Irgendwo. In der Parallelwelt, vielleicht. Oder in einer anderen Dimension. Ich weiß es nicht."

Horst trat vor, blickte auf die Trümmer. „Dann ist es nicht vorbei. Es wird nie vorbei sein. Solange Nick lebt, solange die Möglichkeit besteht, dass er zurückkommt, müssen wir wachsam bleiben."

Die Gruppe nickte. Sie hatten gewonnen, aber der Sieg war nicht vollständig. Nick war weg, aber nicht tot. Und das bedeutete, dass die Gefahr weiterhin bestand.

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