Kapitel 1: Heimkehr

Die Raumkapsel landete sanft auf der Erde. Nach Wochen im Weltraum, nach dem Kampf auf Nicks Raumstation, nach der dramatischen Explosion und der knappen Flucht – endlich waren sie wieder zu Hause. Die Helden stiegen aus dem Raumschiff, erschöpft, aber erleichtert. Sie hatten Horst gerettet. Sie hatten Nick besiegt. Der Krieg schien endlich vorbei zu sein.

„Wir haben es geschafft", sagte Jason und legte eine Hand auf Horsts Schulter. „Wir haben dich zurückgebracht."

Horst nickte schwach. Er war dünn geworden, sein Gesicht war blass, seine Augen hatten ihren Glanz verloren. Die Zeit auf der Raumstation hatte ihn gezeichnet. Nick hatte ihn nicht nur körperlich gefangen gehalten, sondern auch psychisch gequält. Horst hatte Dinge gesehen, Dinge erlebt, über die er nicht sprechen konnte. Nicht jetzt. Vielleicht nie.

„Komm", sagte Maria sanft. „Lass uns nach Hause gehen. Zu deinem Haus. Dort kannst du dich erholen."

Die Gruppe machte sich auf den Weg zu Horsts Haus. Es war ein großes, schönes Anwesen am Stadtrand, umgeben von Bäumen und einem weitläufigen Garten. Ein Ort der Ruhe. Ein Ort, an dem Horst sich sicher fühlen konnte. Oder zumindest sollte.

Als sie ankamen, öffnete Paul die Tür. Das Haus war genau so, wie sie es verlassen hatten. Sauber, ordentlich, friedlich. Die Sonne schien durch die großen Fenster und warf warme Lichtstrahlen auf den Holzboden.

„Willkommen zu Hause, Horst", sagte Alex.

Horst trat ein und blickte sich um. Für einen Moment schien er zu entspannen. Aber dann, ganz plötzlich, zuckte er zusammen. Seine Augen weiteten sich. Er starrte in eine Ecke des Raumes, als würde er dort etwas sehen, das niemand sonst sehen konnte.

„Horst?", fragte Maria besorgt. „Ist alles okay?"

„Ja", flüsterte Horst, aber seine Stimme zitterte. „Ja, alles okay."

Doch es war nicht okay. Und alle wussten es.

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