Horst lag in seinem Bett und konnte nicht schlafen.
Saskia schlief neben ihm, ihr Atem ruhig und gleichmäßig. Das Zimmer war dunkel und still. Draußen war die Nacht vollkommen ruhig.
Aber Horst hatte ein Gefühl. Es war kein konkretes Gefühl, keine Angst vor etwas Bestimmtem. Es war eher wie das Gefühl, das man hat, wenn man vergessen hat, die Haustür abzuschließen, ein diffuses Unbehagen, das sich nicht abschütteln ließ.
Er stand leise auf, um Saskia nicht zu wecken, und ging zum Fenster. Er schaute in den Garten, der im Mondlicht silbern schimmerte. Alles war ruhig. Alles war friedlich.
Aber das Gefühl blieb.
Er dachte an Nick. Wo war er? Was plante er? Die Stille der letzten Wochen war ungewöhnlich. Nick war nicht der Typ, der einfach aufgab. Er war der Typ, der sich zurückzog, um mit mehr Kraft zurückzukommen.
Horst ging zurück ins Bett und schloss die Augen. Er würde morgen mit Paul reden. Paul hatte immer ein gutes Gespür für solche Dinge.
Er schlief schließlich ein, aber sein Schlaf war unruhig, und in seinen Träumen liefen Schatten durch einen Wald, den er nicht kannte.
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