Paul saß an seinem Laptop und arbeitete, aber seine Gedanken wanderten ab. Er hatte eine E-Mail-Benachrichtigung bekommen, eine von jemandem, dessen Namen er eine Weile nicht gesehen hatte. Jessy.
Er öffnete die E-Mail und las sie. Sie war kurz, fast schroff: *Ich schulde dir noch Geld. Ich weiß. Ich werde es zurückzahlen.*
Paul lehnte sich zurück und dachte nach. Er hatte das Geld längst abgeschrieben. Dreihundert Euro waren nicht nichts, aber sie waren auch nicht der Grund, warum er Jessy das Geld geliehen hatte. Er hatte es getan, weil sie in Not gewesen war, und er hatte nie erwartet, es zurückzubekommen. Das war seine Art.
Er tippte eine Antwort: *Kein Stress. Ich hoffe, es geht dir gut.*
Er schickte die Nachricht ab und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Aber irgendetwas an der E-Mail ließ ihn nicht ganz los. Eine leise Unruhe, die er nicht benennen konnte. Als würde etwas nicht stimmen, ohne dass er sagen konnte, was.
Er schüttelte den Kopf und konzentrierte sich wieder auf seinen Bildschirm.
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