Teil 3 von 6 · ~13 Minuten Lesezeit
Band 2 – Staffel 5: Staffel 5: Flucht ohne Grenzen
Struktur aussah, aber sich öffnen ließ, wenn man wusste, wie.
Jason wusste, wie. Er hatte es sich gemerkt, von dem Tag, als sie den Bunker zum ersten
Mal gefunden hatten.
Der Bunker war staubig und roch nach langer Unbenutzheit, aber er war intakt. Stühle,
Tische, sogar ein alter Computer, der nicht mehr funktionierte. Und Strom, weil der Strom
über eine separate Leitung lief, die noch aktiv war.
"Gut", sagte Horst. "Das ist unser neues Hauptquartier."
Sie räumten auf. Nicht gründlich, nicht schön, aber funktional. Esther fand in einem
Schrank Konserven, die noch gut waren. Thomas reparierte eine Lampe. Leon schrieb auf
einem Blatt Papier die Namen aller Personen auf, die sie im Auge behalten mussten.
Die Liste war lang.
Nick. Viktor. Tobias. Stichzicke. Erdnusszicke. Kevin. Lilith. Der Financier. Und neun weitere
Namen, die Paul in den letzten Monaten gesammelt hatte.
Siebzehn Namen.
"Das ist viel", sagte Esther.
"Ja", sagte Leon.
"Wie kämpft man gegen siebzehn?"
"Man kämpft nicht gegen siebzehn." Leon schaute auf die Liste. "Man kämpft gegen einen.
Den wichtigsten. Und wenn der fällt, fallen die anderen."
"Und wer ist der wichtigste?"
"Nick", sagte Horst, der zugehört hatte. "Immer Nick."
Teil 5.5 – Das Parkhaus und die Falle
Sie hatten drei Tage gebraucht, um sich neu zu organisieren. Drei Tage im alten Bunker, mit
Konserven und schlechtem Kaffee und langen Gesprächen, die manchmal produktiv waren
und manchmal nur das Reden um des Redens willen.
Rafael hatte Kontakte reaktiviert. Nicht die Kontakte, die ihn nach Nordkorea gebracht
hatten, sondern andere, ältere, die er noch aus seiner Zeit als Sicherheitsberater hatte.
Menschen, die Informationen hatten und bereit waren, sie zu teilen, wenn der Preis
stimmte.
Der Preis war manchmal Geld. Manchmal Information gegen Information. Manchmal
einfach das Versprechen, dass man sich erinnerte, wer geholfen hatte.
Was Rafael herausfand, war: Nick war im Parkhaus. Nicht dauerhaft, aber regelmäßig. Er
kam dort her, um sich mit Menschen zu treffen, die er nicht in seinem Hauptquartier haben
wollte. Das Parkhaus war ein neutraler Ort, ein Ort, den er kontrollieren konnte, weil er die
Ausgänge kannte und die Kameras kannte und die Zeiten kannte, wann die Wächter
wechselten.
"Es ist eine Falle", sagte Paul, als Rafael die Informationen präsentierte.
"Natürlich ist es eine Falle", sagte Rafael. "Aber es ist die einzige Möglichkeit, Nick direkt zu
konfrontieren."
"Wir könnten warten", sagte Thomas. "Ihn woanders erwischen."
"Wir haben keine Zeit zu warten." Horst schaute auf die Liste. "Das Dokument, das Tobias
hat, das gefälschte Dokument. Wir haben noch vier Tage, bevor er es veröffentlicht."
"Können wir das Dokument stoppen?"
"Nicht ohne Nick zu stoppen." Horst stand auf. "Nick hat das Dokument in Auftrag gegeben.
Nick hat die Fälscher bezahlt. Wenn Nick fällt, fällt das Dokument."
Sie planten. Nicht zwei Stunden, sondern sechs. Wer geht, wer bleibt, welche Route, welche
Ausrüstung, welche Ausweichpläne. Diesmal mit neun Personen statt sechs, was die
Möglichkeiten erweiterte, aber auch die Koordination schwieriger machte.
Rafael kannte das Parkhaus. Er hatte es vor Jahren einmal benutzt, für ein Treffen, das er
lieber vergessen hätte. Er wusste, wo die Kameras waren, wo die blinden Flecken waren,
welche Treppen am wenigsten benutzt wurden. Er zeichnete eine Skizze auf ein Blatt Papier
und erklärte sie, und alle hörten zu, auch Jason, der normalerweise ungeduldig wurde bei
langen Erklärungen.
Esther schlug vor, in zwei Gruppen aufzuteilen. Eine Gruppe geht durch den Haupteingang,
eine durch den Seiteneingang. Wenn Nick flüchten will, muss er durch einen der beiden
Ausgänge, und einer der beiden wird besetzt sein.
Thomas sagte: "Was ist, wenn er durch den Dachausgang geht?"
Esther schaute ihn an. "Dann fliegt er."
"Das Parkhaus hat eine Feuerleiter."
"Dann klettert er." Sie machte eine Pause. "Wir können nicht alle Ausgänge besetzen. Wir
sind neun, nicht neunzig."
Thomas nickte. Er hatte nur sicherstellen wollen, dass sie es bedacht hatten.
Paul analysierte die Informationen, die Rafael über das Parkhaus hatte, und fügte sie zu
dem hinzu, was er selbst wusste. Er hatte Satellitenbilder, er hatte Grundrisse, er hatte
Informationen über die Stromversorgung. Er war der Einzige in der Gruppe, der alle
Informationen gleichzeitig im Kopf behalten konnte, und das machte ihn unersetzlich, auch
wenn er selbst das nie so sagen würde.
Leon durfte nicht mit. Das war keine Diskussion.
"Ich bleibe hier", sagte Leon, bevor jemand etwas sagen konnte.
Horst schaute ihn an. "Gut."
"Aber ich bin per Funk erreichbar." Leon hielt ein kleines Gerät hoch, das er irgendwo
gefunden hatte. "Wenn ihr Informationen braucht, bin ich da."
"Gut."
Sie fuhren zum Parkhaus um Mitternacht. Nicht alle zusammen, sondern in drei Gruppen,
die verschiedene Routen nahmen und sich an verschiedenen Punkten trafen.
Das Parkhaus war ein altes Gebäude, fünf Stockwerke, die oberen zwei leer und verfallen.
Die unteren drei wurden noch genutzt, von Autos, die dort parkten, und von Menschen, die
das Parkhaus für Dinge nutzten, die man nicht im Licht tat.
Nick war im dritten Stockwerk. Das wussten sie, weil Rafael einen Kontakt hatte, der es
wusste.
Was sie nicht wussten, war, dass Nick sie kommen sah.
Nicht weil er Kameras hatte, obwohl er Kameras hatte. Sondern weil jemand ihn gewarnt
hatte. Jemand, der wusste, dass die Helden kommen würden, weil er die Helden
beobachtet hatte.
Kevin.
Kevin hatte die Helden beobachtet, seit sie zurück aus Nordkorea waren. Er hatte ihre
Bewegungen verfolgt, ihre Gespräche belauscht, soweit das möglich war. Und als er
herausgefunden hatte, dass sie zum Parkhaus gehen würden, hatte er Nick gewarnt.
Nicht weil er Nick mochte. Sondern weil er wollte, dass die Helden scheiterten. Weil
Scheitern der erste Schritt war zu dem, was er plante.
Die Falle war gut aufgebaut. Männer an jedem Ausgang. Männer auf den Treppen. Männer
auf dem Dach.
Die Helden merkten es, als sie im zweiten Stockwerk waren.
"Zu viele Menschen", sagte Rafael leise. "Das stimmt nicht."
"Falle", sagte Jason.
"Falle", bestätigte Rafael.
Sie hatten drei Sekunden, um zu entscheiden. Zurück oder weiter.
Horst entschied: weiter.
Nicht weil es klug war. Sondern weil zurück bedeutete, dass Nick gewann, und Nick hatte
bereits zu oft gewonnen.
Was folgte, war kein eleganter Kampf. Es war ein Durchkämpfen, durch Männer, die gut
ausgebildet waren, aber nicht gut genug, weil die Helden zusammenarbeiteten, weil Rafael
und Esther und Thomas wussten, was sie taten, weil Jason schnell war und Maria präzise
und Alex stark und Paul klug.
Der erste Mann kam von links. Jason sah ihn, bevor er angriff, weil Jason immer die
Peripherie beobachtete, das war eine Gewohnheit, die er sich irgendwann angeeignet hatte
und nie mehr losgeworden war. Er wich aus, ließ den Angriff ins Leere gehen, und dann war
er hinter dem Mann, und das war der Vorteil, den er brauchte.
Maria kämpfte anders als Jason. Jason war Reaktion. Maria war Antizipation. Sie sah, was
kommen würde, bevor es kam, und positionierte sich so, dass sie immer einen Schritt
voraus war. Zwei Männer kamen gleichzeitig auf sie zu, und sie bewegte sich zwischen
ihnen, sodass sie sich gegenseitig im Weg waren.
Rafael und Esther arbeiteten als Team, wortlos, mit der Effizienz von Menschen, die viele
gefährliche Situationen zusammen überlebt hatten. Rafael öffnete den Weg, Esther sicherte
ihn ab. Thomas blieb im Rücken der Gruppe und sorgte dafür, dass niemand von hinten
angriff.
Alex kämpfte mit der Stille eines Menschen, der nicht darüber nachdenkt, was er tut. Er
bewegte sich, er reagierte, er war effektiv. Nicht elegant, aber effektiv.
Paul kämpfte nicht, wenn er es vermeiden konnte. Er navigierte. Er sah, wo Wege frei
waren, und leitete die anderen dorthin. Das war sein Beitrag, und es war ein wichtiger.
Sie kämpften sich durch das zweite Stockwerk. Sie kämpften sich durch das dritte
Stockwerk.
Nick war nicht da.
Das dritte Stockwerk war leer. Kein Nick, keine Dokumente, keine Hinweise. Nur leere
Räume und der Geruch von altem Öl.
"Er war nie hier", sagte Paul.
"Er war hier", sagte Rafael. "Aber er ist gegangen, als er wusste, dass wir kommen."
"Wer hat ihn gewarnt?"
Niemand antwortete, weil niemand es wusste.
Aber Leon, der per Funk zugehört hatte, hatte eine Vermutung.
"Kommt raus", sagte er über den Funk. "Ich habe etwas."
Sie kamen raus. Nicht durch den Haupteingang, sondern durch einen Seitenausgang, den
Thomas gefunden hatte. Die Männer, die die Ausgänge bewacht hatten, waren bereits weg,
weil Nick sie zurückgerufen hatte.
Sie fuhren zurück zum Bunker.
Leon wartete mit seinem Notizbuch.
"Kevin", sagte er.
"Was?", fragte Horst.
"Kevin hat Nick gewarnt." Leon zeigte auf seine Notizen. "Ich habe die Funkfrequenzen
überwacht, die Rafael eingerichtet hat. Jemand hat eine Nachricht gesendet, kurz bevor ihr
ins Parkhaus gegangen seid. Die Frequenz war verschlüsselt, aber das Muster stimmt mit
einem Gerät überein, das Kevin benutzt."
"Woher weißt du, welches Gerät Kevin benutzt?"
"Weil ich ihn beobachte." Leon schaute Horst an. "Seit wir wissen, dass er existiert. Ich
beobachte ihn."
Rafael schaute Leon an. "Du bist dreizehn."
"Ich weiß."
"Und du überwachst Funkfrequenzen."
"Ja."
Rafael schaute Horst an. Horst zuckte die Schultern, weil er keine bessere Antwort hatte.
"Wie lange beobachtest du ihn schon?", fragte Esther.
"Drei Wochen", sagte Leon. "Seit ich seinen Namen zum ersten Mal gehört habe." Er öffnete
sein Notizbuch und zeigte auf eine Seite, die voll war mit Notizen und Diagrammen. "Er hat
ein Muster. Er sendet immer zur gleichen Zeit. Er benutzt immer die gleiche Frequenz, nur
leicht verschoben. Das ist ein Fehler, den Menschen machen, wenn sie glauben, dass
niemand zuhört."
Thomas schaute auf die Seite. "Das ist beeindruckend."
"Das ist notwendig", sagte Leon. "Kevin ist gefährlich. Nicht weil er kämpfen kann. Sondern
weil er denkt."
"Wie du", sagte Maria.
Leon schaute sie an. "Ich bin nicht wie Kevin."
"Nein", sagte Maria. "Du bist besser. Weil du weißt, wofür du es tust."
Horst schaute seinen Sohn an. Dreizehn Jahre alt, und er überwachte Funkfrequenzen und
beobachtete Verdächtige.
"Gut", sagte Horst.
"Gut?", fragte Jason.
"Gut, dass wir es wissen." Horst schaute auf die Karte. "Jetzt wissen wir, wer Nick warnt. Das
ist wichtig."
"Was machen wir mit Kevin?", fragte Maria.
"Nichts", sagte Horst. "Noch nicht. Wir beobachten ihn. Wir warten. Und wenn der richtige
Moment kommt, reden wir mit ihm."
"Reden?"
"Er ist Leons Halbbruder." Horst sagte es ruhig. "Wir reden zuerst."
Teil 5.6 – Die Konfrontation und der Mord
Sie fanden Nicks echtes Hauptquartier drei Tage später.
Nicht durch Rafaels Kontakte, nicht durch Pauls Datenanalyse. Durch Leon, der Kevin
beobachtet hatte und festgestellt hatte, dass Kevin regelmäßig zu einem bestimmten
Gebäude fuhr. Einem Gebäude am Stadtrand, das offiziell leer stand, das aber Strom
verbrauchte und das Wärmebilder zeigte, die auf Menschen hindeuteten.
Das Gebäude war kein verlassenes Parkhaus. Es war ein altes Fabrikgebäude, drei
Stockwerke, mit einem Keller, der größer war als das Gebäude selbst.
Nicks Hauptquartier war im Keller.
Sie planten nicht lange. Sie hatten keine Zeit mehr. Das Dokument würde in zwei Tagen
veröffentlicht werden, wenn sie Nick nicht stoppten.
Sie gingen alle neun. Auch Leon, weil Horst diesmal nicht Nein sagte, weil er wusste, dass
Leon nicht im Bunker bleiben würde, und weil es sicherer war, ihn dabei zu haben, als ihn
alleine zu lassen.
Das Fabrikgebäude war ruhig. Zu ruhig.
"Wo sind die Wächter?", fragte Rafael.
"Keine Wächter", sagte Thomas.
"Das ist falsch."
"Ja."
Sie gingen trotzdem rein.
Der Keller war groß und beleuchtet und voller Menschen. Nicht Wächter, nicht Kämpfer.
Menschen, die arbeiteten. Computer, Bildschirme, Kabel. Ein Operationszentrum.
Nick stand in der Mitte.
Er war älter als Horst ihn in Erinnerung hatte. Nicht viel älter, aber die Zeit hatte Spuren
hinterlassen. Die Haare grauer, die Augen tiefer, die Haltung angespannter.
Neben ihm stand Viktor.
"Horst", sagte Nick.
"Nick."
Stille.
Dann sagte Nick: "Ich habe gewusst, dass du kommst."
"Ich weiß."
"Kevin hat mir gesagt, dass ihr das Gebäude gefunden habt." Nick schaute auf Leon. "Dein
Sohn ist gut."
"Ja."
"Schade." Nick machte einen Schritt. "Das macht das hier schwieriger."
Was dann passierte, passierte schnell und unerwartet und veränderte alles.
Horst hatte Nick angeschaut und gedacht: Das ist der Mann, der mein Leben zerstört hat.
Nicht einmal, sondern mehrmals. Der mich ins Gefängnis gebracht hat. Der meinen Sohn
bedroht hat. Der meine Freunde verletzt hat. Und jetzt steht er hier, und er lächelt, weil er
glaubt, dass er gewonnen hat.
Nick lächelte tatsächlich. Nicht breit, nicht triumphierend. Nur leicht, die Art von Lächeln,
das sagte: Ich bin immer einen Schritt voraus.
"Du hast mein Hauptquartier gefunden", sagte Nick. "Ich bin beeindruckt."
"Wir sind hier, um das zu beenden", sagte Horst.
"Was zu beenden?"
"Das alles." Horst machte eine Geste, die den Raum, die Menschen, die Situation umfasste.
"Das hier. Dich."
Nick schaute ihn an. "Und wie willst du das tun? Ihr seid neun. Ich habe zwanzig Leute in
diesem Gebäude."
"Dann ruf sie."
Nick schaute ihn an, und Horst sah etwas in seinen Augen, etwas, das er nicht erwartet
hatte: Unsicherheit. Nur für einen Moment, nur einen Herzschlag lang. Aber es war da.
Und dann war es weg.
"Ich muss niemanden rufen", sagte Nick. "Ich muss nur warten."
Tobias kam aus einem Seitenraum. Nicht langsam, nicht mit Ankündigung. Er lief, und er
hatte etwas in der Hand, und er lief nicht auf Horst zu.
Er lief auf Nick zu.
Das Schwert war kurz und schmal, das Schwert eines Menschen, der weiß, wie man es
benutzt. Tobias wusste es. Er hatte es gelernt, irgendwann, irgendwo, aus einem Grund, den
niemand kannte.
Er stieß es Nick ins Herz.
Nicht aus Wut. Nicht mit einem Schrei. Ruhig, präzise, wie jemand, der eine Entscheidung
getroffen hat und sie ausführt.
Nick fiel.
Nick schaute auf Tobias, und sein Gesicht zeigte keine Wut, keine Überraschung. Nur eine
Art von Verständnis, als wäre das das Ende, das er immer erwartet hatte, nur nicht von
dieser Person.
"Du", sagte er.
"Ich", sagte Tobias.
Und dann war Nick still.
Viktor schrie.
Und dann brach alles aus.
Die Menschen im Keller, die Mitarbeiter, die Wächter, die Kämpfer, die irgendwo versteckt
gewesen waren, alle bewegten sich gleichzeitig. Nicht koordiniert, sondern chaotisch, weil
der Tod ihres Anführers die Ordnung zerstört hatte.
Viktor griff nach einer Waffe. Nicht nach einem Schwert, nach einem Gewehr. Er schoss,
nicht gezielt, sondern wild, in alle Richtungen, weil er nicht kämpfen wollte, weil er seinen
Sohn rächen wollte, weil er nicht mehr klar dachte.
"Raus!", schrie Horst.
Sie liefen.
Nicht alle gleichzeitig, nicht geordnet. Jeder lief, so schnell er konnte, in die Richtung, die
am wenigsten gefährlich schien.
Jason zog Maria mit sich. Paul zog Leon. Rafael und Esther und Thomas liefen zusammen.
Alex lief alleine, weil Alex immer alleine lief, wenn es darauf ankam.
Horst lief zuletzt, weil Horst immer zuletzt lief.
Hinter ihm hörte er Schüsse. Viktors Schüsse, die Wände trafen und Beton spritzten und
nichts trafen, was wichtig war, weil Viktor nicht zielte.
Sie kamen raus.
Alle neun.
Sie standen auf dem Parkplatz vor dem Fabrikgebäude und atmeten, und niemand sagte
etwas, weil manchmal Stille das Richtige war.