In den Stunden nach der Verhaftung von Nick saßen die zwei Gruppen zusammen — die Helden aus der Hauptwelt und das Superhelden-Team aus der Parallelwelt. Sie saßen im Hauptquartier, das jetzt wie ein sicherer Hafen wirkte nach allem, was passiert war. Moritz hatte Essen gemacht — etwas Einfaches, Warmes, das niemand wirklich schmeckte, aber alle aßen.
Sie redeten. Nicht über Pläne oder Strategien, sondern einfach über ihre Leben. Über die Dinge, die sie erlebt hatten, die Fehler, die sie gemacht hatten, die Momente, die sie nicht vergessen würden.
Horst erzählte dem Parallelwelt-Alex von allem, was sie erlebt hatten — von Staffel 1 bis Staffel 7. Er erzählte es nicht chronologisch, nicht vollständig, sondern in Fragmenten, in den Momenten, die ihm wichtig waren. Der Parallelwelt-Alex hörte zu, ohne zu unterbrechen, ohne Fragen zu stellen, bis Horst fertig war.
„Ihr habt das alles ohne Superkräfte überlebt", sagte er am Ende.
„Ja."
„Wie?"
Horst dachte nach. Er dachte an alle Momente, in denen es hätte schiefgehen können. In denen es fast schiefgegangen war. In denen er gedacht hatte, dass es diesmal das Ende war.
„Weil wir füreinander da waren", sagte er schließlich. „Immer. Egal wie schlimm es wurde. Egal wie hoffnungslos es aussah. Wir haben uns nie allein gelassen."
Der Parallelwelt-Alex schaute seine eigenen Freunde an — Tim, Moritz, Sawo, Ziegelstein. Vier junge Männer, die er seit Jahren kannte, mit denen er gekämpft hatte, für die er alles getan hätte.
„Das haben wir auch", sagte er leise.
„Dann seid ihr stärker als ihr denkt", sagte Horst.
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