Die Gruppe rannte durch die Ruinen, getrieben von der Hoffnung auf Rettung und der Angst vor dem, was hinter ihnen tobte. Die Kampfgeräusche von Ronaldo und Mr. Beast hallten durch die Stadt, Explosionen und Donnerschläge, die den Boden erzittern ließen. Jason führte die Gruppe an, Paul navigierte, Paluten half den Überlebenden, die kaum noch Kraft hatten.
Doch der Weg zum Portal war nicht frei. Nick hatte Fallen aufgestellt, unsichtbare Barrieren aus dunkler Energie, die den Weg blockierten. Die erste Barriere erschien als eine Wand aus schwarzem Feuer, das keine Hitze ausstrahlte, aber jeden, der es berührte, mit lähmenden Schmerzen durchfuhr. Jason versuchte, hindurchzubrechen, und wurde schreiend zurückgeworfen.
„Wir brauchen einen anderen Weg", sagte Paul und studierte die Karte. Aber es gab keinen anderen Weg. Das Portal lag auf der anderen Seite der Barriere, und die Zeit lief ihnen davon. Drei Stunden. Drei Stunden, bevor der Kristall seine Energie verlor und das Portal sich für immer schloss.
In diesem Moment der Verzweiflung erschütterte ein zweiter Lichtblitz den Himmel. Diesmal war das Licht nicht golden, sondern eisblau, kalt und rein wie ein Gletscher. Eine zweite Gestalt materialisierte sich, größer als Ronaldo, breiter, mit der rohen Kraft eines Naturereignisses. Erling Haaland stand vor ihnen, gehüllt in eine Rüstung aus blauem Eis, seine blonden Haare wehten in einem Wind, den nur er spüren konnte.
„Ich bin spät dran", sagte Haaland mit einem schiefen Grinsen. „Aber besser spät als nie." Er blickte auf die schwarze Barriere und legte den Kopf schief, als würde er ein besonders interessantes Puzzle betrachten. Dann holte er aus und trat gegen die Barriere, mit der gleichen Wucht, mit der er auf dem Fußballfeld Tore schoss. Die Barriere zerbarst wie Glas, ihre Fragmente lösten sich in schwarzen Rauch auf.
Paluten starrte ihn an. „Haaland? Erling Haaland?" Haaland nickte. „In Fleisch und Blut. Oder was auch immer das hier ist." Er deutete auf seine Eisrüstung. „Ich habe den gleichen Ruf gehört wie Ronaldo. Etwas hat mich hierher gezogen, etwas, das größer ist als ich. Und wenn ich eines gelernt habe, dann ist es, dass man dem Ruf folgen muss."
Die Gruppe setzte ihren Weg fort, nun mit Haaland als Speerspitze. Jede Barriere, die Nick aufgestellt hatte, wurde von dem norwegischen Superstar zertrümmert. Seine Kraft war enorm, jeder Schlag, jeder Tritt sandte Schockwellen durch die Ruinen. Die Überlebenden, die anfangs vor Angst gezittert hatten, begannen wieder Hoffnung zu schöpfen.
Hinter ihnen tobte der Kampf zwischen Ronaldo und Mr. Beast weiter. Ronaldo hielt die Marionette in Schach, aber Mr. Beast war zäh, angetrieben von Nicks dunkler Energie, die scheinbar unerschöpflich war. Jedes Mal, wenn Ronaldo ihn niederschlug, stand er wieder auf, stärker und wütender als zuvor.
Paul blickte auf seine Uhr. Zweieinhalb Stunden. Sie mussten schneller werden. „Haaland", rief er. „Kannst du uns zum Portal bringen? Schnell?" Haaland nickte. „Aufsteigen", sagte er und deutete auf seinen Rücken. Es war absurd, lächerlich sogar, aber in dieser Welt, in der nichts mehr Sinn ergab, war es die beste Option. Jason und Paluten trugen die erschöpften Überlebenden, während Haaland mit übermenschlicher Geschwindigkeit durch die Ruinen raste, jedes Hindernis aus dem Weg räumend.
Das Portal kam in Sicht, ein flimmerndes Fenster in die echte Welt, das in der Ferne leuchtete wie ein Leuchtturm in der Nacht. Aber davor stand eine letzte Barriere, die größte und mächtigste von allen. Eine Wand aus purer Dunkelheit, die den Himmel selbst zu verschlingen schien. Und dahinter, kaum sichtbar, die Silhouette eines Mannes mit verbranntem Gesicht. Nick Lustig persönlich, der sein letztes Ass ausspielte.
---