Nick Lustig stand vor dem Portal wie ein Wächter der Unterwelt. Sein verbranntes Gesicht war zu einer Grimasse des Triumphs verzerrt, seine Augen glühten in einem unnatürlichen Rot, das die Farbe des Himmels widerspiegelte. Um ihn herum pulsierte dunkle Energie, die die Luft zum Knistern brachte und den Boden unter seinen Füßen rissig werden ließ.
„Ihr habt es tatsächlich bis hierher geschafft", sagte Nick, und in seiner Stimme lag eine Mischung aus Bewunderung und Verachtung. „Beeindruckend. Aber hier endet eure Reise." Er hob die Hände, und die Wand aus Dunkelheit hinter ihm wuchs, wurde dichter, undurchdringlicher.
Haaland trat vor, seine Eisrüstung leuchtete intensiver. „Aus dem Weg", sagte er knapp. Nick lachte, ein heiseres, rasselndes Lachen. „Der große Haaland. Glaubst du wirklich, dass deine Muskeln gegen meine Macht bestehen können? In dieser Welt bin ich Gott."
Haaland antwortete nicht mit Worten. Er stürmte vor, seine Faust durchschnitt die Luft mit der Geschwindigkeit einer Kanonenkugel. Nick hob die Hand, und eine Barriere aus dunkler Energie fing den Schlag ab. Die Kollision erzeugte eine Druckwelle, die alle Umstehenden zu Boden warf. Haaland wurde zurückgeschleudert, landete aber auf den Füßen, seine Eisrüstung hatte Risse bekommen.
In diesem Moment erschien Ronaldo. Er hatte Mr. Beast vorübergehend ausgeschaltet und war dem Kampflärm gefolgt. Sein goldenes Licht traf auf Nicks Dunkelheit, und für einen Moment war die Welt in zwei Hälften geteilt: Gold und Schwarz, Licht und Schatten.
„Zusammen", sagte Ronaldo zu Haaland. Die beiden Superstars nickten einander zu, eine stille Verständigung zwischen Kriegern. Dann griffen sie gleichzeitig an. Ronaldo von links, Haaland von rechts, ihre Energien verschmolzen zu einem Sturm aus Gold und Eis, der auf Nick zuschoss.
Nick kämpfte mit allem, was er hatte. Seine dunkle Energie formte Schilde, Waffen, Projektile. Er war mächtig, mächtiger als je zuvor, genährt von der Energie dieser Welt, die er nach seinem Bild geschaffen hatte. Aber gegen zwei Superstars, deren Kräfte jenseits des Menschlichen lagen, geriet er ins Wanken.
Ein Schlag von Ronaldo traf ihn an der Schulter und schleuderte ihn zur Seite. Ein Tritt von Haaland traf ihn in die Brust und presste ihm die Luft aus den Lungen. Nick taumelte, Blut tropfte aus einer Wunde an seiner Stirn. Zum ersten Mal seit langem spürte er etwas, das er fast vergessen hatte: Angst.
„Das ist unmöglich!", schrie er, seine Stimme überschlug sich. „Ich bin der Herr dieser Welt! Ich bin unbesiegbar!" Doch seine Worte klangen hohl, selbst in seinen eigenen Ohren. Die Wand aus Dunkelheit begann zu bröckeln, Risse zogen sich durch die schwarze Masse wie Blitze.
Horst sah seine Chance. „Jetzt!", rief er der Gruppe zu. „Durch die Risse! Zum Portal!" Jason packte zwei der Überlebenden und rannte los. Paul folgte mit Elena. Paluten trug Viktor auf seinem Rücken. Horst war der Letzte, er blickte zurück auf den Kampf, auf Ronaldo und Haaland, die Nick in die Enge trieben.
Nick sah, wie seine Gefangenen entkamen, und seine Wut explodierte. Mit einem Schrei, der die Fundamente der Welt erschütterte, entfesselte er eine Welle dunkler Energie, die alles um ihn herum verschlang. Ronaldo und Haaland wurden zurückgeworfen, ihre Rüstungen flackerten. Nick nutzte den Moment und floh, verschwand in einem Wirbel aus Schatten, seine Stimme hallte durch die Ruinen: „Das ist nicht vorbei! Das ist erst der Anfang!"
Die Wand aus Dunkelheit kollabierte, und der Weg zum Portal war frei. Die Gruppe stürzte hindurch, einer nach dem anderen, zurück in die echte Welt, zurück ins Licht.
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