Kapitel 11: Suarez erscheint

Im Hauptquartier herrschte angespannte Stille. Horst war angekommen, erschöpft und verängstigt. Jason, Maria und Alex hatten ihm von ihrer Entführung erzählt, von Liliths Verrat, von Pauls Verschwinden. Die Situation war verzweifelt.

„Wir müssen Paul finden", sagte Horst mit fester Stimme. „Er würde nicht aufgeben, wenn einer von uns verschwunden wäre." Paluten nickte. „Aber wie? Wir haben keine Ahnung, wo Nick ihn hingebracht hat. Die falsche Lilith redet nicht."

Alex saß an den Computern, durchforstete Satellitenbilder, Energiesignaturen, jede verfügbare Datenquelle. „Ich habe etwas. Eine schwache Signatur, weit draußen im Meer. Es könnte ein Unterwasserbunker sein." Horst trat näher. „Wie weit draußen?"

„Etwa zweihundert Kilometer von der Küste entfernt. Drei Kilometer tief." Jason pfiff leise. „Das ist unmöglich. Wir haben keine Ausrüstung, um so tief zu tauchen." Maria fügte hinzu: „Und selbst wenn wir es könnten, wie kommen wir in den Bunker? Nick wird ihn bewacht haben."

Die Gruppe sank in Schweigen, die Hoffnungslosigkeit der Situation drückte auf sie. Dann klopfte es an der Tür. Alle erstarrten. Paluten zog seine Waffe, schlich zur Tür. „Wer ist da?" Eine Stimme antwortete, eine Stimme mit einem leichten Akzent. „Mein Name ist Luis Suarez. Ich bin hier, um zu helfen."

Paluten öffnete die Tür vorsichtig, und dort stand er. Luis Suarez, die Fußball-Legende, gekleidet in Jeans und Lederjacke, ein ernstes Gesicht. „Ich habe gehört, dass ihr gegen Nick Lustig kämpft. Ich will mich euch anschließen."

Horst trat vor, ungläubig. „Suarez? Der Suarez? Warum?" Suarez trat ein, blickte sich um. „Weil Nick auch mich angegriffen hat. Er hat versucht, meine Familie zu entführen, um mich zu erpressen. Ich habe es verhindert, aber ich weiß, dass er nicht aufhören wird. Also bin ich hier, um ihn zu stoppen."

Jason blickte skeptisch. „Und wie willst du uns helfen? Du bist ein Fußballer, kein Soldat." Suarez lächelte, ein Lächeln ohne Humor. „Ich bin mehr als nur ein Fußballer. Ich habe Kontakte, Ressourcen, Fähigkeiten, die ihr brauchen könnt. Und ich habe etwas, das euch bei eurem Unterwasserproblem helfen könnte."

Er zog ein Tablet hervor, zeigte ihnen ein Bild. Es war ein U-Boot, klein, aber hochmodern. „Das gehört einem Freund von mir, einem Ozeanforscher. Er wird es uns leihen, wenn ich ihn darum bitte. Damit können wir den Bunker erreichen."

Die Gruppe blickte sich an, Hoffnung keimte auf. Horst streckte Suarez die Hand entgegen. „Willkommen im Team." Suarez schüttelte sie fest. „Danke. Und ich bin nicht allein gekommen. Zwei Freunde von mir sind auch auf dem Weg. Sie sollten bald hier sein."

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