Kapitel 15: Der Angriff auf den Bunker

Das Rettungsteam bewegte sich vorsichtig durch die Korridore des Unterwasserbunkers. Die Wände waren feucht, bedeckt mit Algen und Rost, die Luft war abgestanden und roch nach Salz und Verfall. Jeder Schritt hallte, jedes Geräusch wurde verstärkt durch die Enge des Raums.

Paluten führte die Gruppe, seine Waffe im Anschlag, seine Augen scannten jeden Schatten. Hinter ihm kamen Horst, Jason, Maria, Alex und Suarez, alle angespannt, alle bereit. Sie wussten, dass Dominik irgendwo hier war, dass Fallen auf sie warteten, dass jeder Moment ihr letzter sein könnte.

Dann hörten sie es. Schritte, schwer und gleichmäßig, die sich näherten. Paluten hob die Hand, signalisierte der Gruppe, anzuhalten. Sie drückten sich gegen die Wände, warteten. Die Schritte kamen näher, näher, dann erschien er. Dominik, der Söldner, bewaffnet mit einem Sturmgewehr, sein Gesicht eine Maske der Konzentration.

Er sah sie nicht sofort, und Paluten nutzte die Gelegenheit. Er sprang vor, schlug Dominik die Waffe aus der Hand. Dominik reagierte instinktiv, schlug zurück, traf Paluten am Kinn. Die beiden Männer gingen zu Boden, kämpften, schlugen, traten.

Jason und Suarez eilten zu Hilfe, versuchten Dominik zu überwältigen, aber er war stark, trainiert, gefährlich. Er warf Jason gegen die Wand, trat Suarez in den Magen. Dann zog er ein Messer, zielte auf Palutens Kehle.

Aber Maria war schneller. Sie schoss, die Kugel traf Dominiks Schulter, und er schrie auf, ließ das Messer fallen. Paluten nutzte die Ablenkung, schlug Dominik mit voller Kraft ins Gesicht, und der Söldner fiel bewusstlos zu Boden.

Die Gruppe keuchte, ihre Herzen rasten. „Ist jemand verletzt?", fragte Paluten. Jason rieb sich den Kopf. „Nur ein paar Prellungen. Mir geht's gut." Suarez nickte. „Mir auch." Maria blickte auf Dominik, der reglos am Boden lag. „Was machen wir mit ihm?"

Paluten überlegte. „Wir fesseln ihn und lassen ihn hier. Wir haben keine Zeit, ihn mitzunehmen. Wir müssen Paul finden." Sie fesselten Dominik mit Kabelbindern, dann setzten sie ihren Weg fort, tiefer in den Bunker hinein.

Nach dem, was sich wie eine Ewigkeit anfühlte, fanden sie ihn. Eine Zelle, verschlossen mit einem elektronischen Schloss. Alex arbeitete schnell, hackte das System, und die Tür öffnete sich. Dort, auf dem Boden, saß Paul, erschöpft, abgemagert, aber lebendig.

„Paul!", rief Horst und rannte zu ihm. Paul blickte auf, Tränen in den Augen. „Horst? Ihr... ihr seid gekommen." Horst zog ihn in eine Umarmung. „Natürlich sind wir gekommen. Wir lassen dich nicht zurück."

Die Gruppe half Paul auf die Beine, stützte ihn, während sie den Rückweg zum U-Boot antraten. Aber als sie die Korridore entlangliefen, hörten sie ein Summen. Ein vertrautes, schreckliches Summen. Ein Portal öffnete sich vor ihnen, und aus ihm trat Nick Lustig.

„Ihr dachtet wirklich, ich würde euch entkommen lassen?", sagte Nick mit einem kalten Lächeln. „Wie naiv." Die Gruppe erstarrte, ihre Waffen auf Nick gerichtet. Aber Nick lachte nur. „Schießt ruhig. Kugeln können mich nicht töten. Nicht mehr."

Und dann griff er an.

---