Während Horst und Leon sich von dem Angriff in Markus' Büro erholten, war das Hauptquartier in Aufruhr. Jason, Maria und Alex waren aus der Parallelwelt zurückgekehrt, aber Paul war verschwunden. Und die falsche Lilith saß noch immer an den Computern, spielte ihre Rolle perfekt.
Paluten, Knossi, Monte, Luca und Speed hatten sich versammelt, um die Situation zu besprechen. „Wir müssen Paul finden", sagte Paluten. „Und wir müssen herausfinden, was mit Lilith los ist. Etwas stimmt nicht."
Jason, dessen Gesicht noch von Dominiks Schlag geschwollen war, nickte. „Lilith hat uns verraten. Sie hat uns in die Parallelwelt gelockt. Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, uns zu täuschen, aber sie ist auf Nicks Seite."
Die falsche Lilith blickte auf, gespielt überrascht. „Was? Das ist absurd. Ich habe euch geholfen, ich habe..." Aber Maria unterbrach sie. „Genug. Wir wissen, was du bist. Die Frage ist, was machen wir jetzt mit dir?"
Die falsche Lilith stand auf, ihre Hand glitt zu einer versteckten Waffe an ihrem Gürtel. Aber bevor sie sie ziehen konnte, war Paluten bei ihr, hielt ihr Handgelenk fest. „Nicht so schnell. Du kommst mit uns. Wir sperren dich ein, bis wir herausgefunden haben, was hier vor sich geht."
Die falsche Lilith lächelte, ein kaltes, leeres Lächeln. „Ihr seid zu spät. Paul ist bereits in Nicks Händen. Und bald wird Horst es auch sein. Ihr könnt nichts tun, um es zu stoppen." Paluten zerrte sie weg, sperrte sie in einen der Lagerräume, während die anderen sich berieten.
„Wir müssen Horst warnen", sagte Alex. „Wenn Nick hinter ihm her ist, ist er in Gefahr." Knossi nickte. „Ich rufe ihn an." Er wählte Horsts Nummer, und nach mehreren Klingeltönen nahm Horst ab. „Knossi? Was ist los?"
„Horst, du bist in Gefahr. Nick ist zurück, und er hat es auf dich abgesehen. Wo bist du?" Horst blickte sich um, er war noch immer in Markus' Büro. „Ich bin beim Staatsanwalt. Wir haben gerade einen Angriff überlebt. Nick hat versucht, uns zu holen, aber er ist zurückgewichen."
Knossi runzelte die Stirn. „Zurückgewichen? Das ergibt keinen Sinn. Nick weicht nie zurück." Horst dachte nach. „Er hat gesagt, er will, dass ich leide. Dass er will, dass ich zusehe, wie alles zerstört wird. Vielleicht plant er etwas Größeres."
Alex, der mithörte, sagte: „Wir müssen dich in Sicherheit bringen. Komm ins Hauptquartier. Wir können dich hier beschützen." Aber Horst schüttelte den Kopf. „Nein. Ich bringe Leon nach Hause, zu seiner Mutter. Er wird dort sicherer sein. Dann komme ich zu euch."
Es war eine schwierige Entscheidung, aber Horst wusste, dass Leon nicht in diese Schlacht hineingezogen werden durfte. Er brachte seinen Sohn zu Isabellas Haus, umarmte ihn fest. „Ich komme bald zurück, versprochen." Leon, der die Angst in den Augen seines Vaters sah, nickte tapfer. „Pass auf dich auf, Papa."
Horst fuhr zum Hauptquartier, sein Herz schwer. Er wusste, dass die kommenden Tage die schwersten seines Lebens sein würden. Aber er war nicht allein. Er hatte Freunde, Verbündete, Menschen, die an ihn glaubten. Und gemeinsam würden sie Nick stoppen. Oder dabei sterben.
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