Während Nick und Rüdiger im Verborgenen planten, trafen sich drei andere Personen in einem schäbigen Motel am Rande der Stadt. Es waren Sabine, Melanie und ein neuer Mann, den niemand kannte. Der eine hieß Sinan, der andere Rüpelkönig.
Sinan war ein ehemaliger Supporter von Kaiser Horst. Er hatte Horst einst verehrt, ihn angehimmelt, jedes seiner Videos gesehen. Aber dann hatte Horst ihn enttäuscht. Oder zumindest glaubte Rüpelkönig das. Er fühlte sich betrogen, hintergangen, belogen. Und jetzt wollte er Rache.
„Wir müssen zusammenarbeiten", sagte Sabine und blickte in die Runde. „Allein sind wir schwach. Aber zusammen können wir Horst vernichten."
„Ich bin dabei", sagte Melanie. „Ich habe ihm das Gegengift gegeben, aber das bedeutet nicht, dass ich ihm vergeben habe. Er hat uns ins Gefängnis gebracht. Er hat unser Leben ruiniert."
„Und ich", sagte Rüpelkönig mit einer tiefen, bedrohlichen Stimme, „ich will ihn leiden sehen. Ich will ihn schreien hören. Ich will ihn zerstören."
Sabine lächelte. „Dann sind wir uns einig. Wir werden Horsts Haus zerstören. Wir werden ihn ins Gefängnis bringen. Und wir werden dafür sorgen, dass er nie wieder glücklich wird."
„Aber wie?", fragte Melanie. „Wir können ihn nicht einfach angreifen. Er hat zu viele Freunde. Zu viele Beschützer."
„Wir werden ihn nicht angreifen", sagte Sabine. „Wir werden ihn beschuldigen. Wir werden sagen, dass er eine Straftat begangen hat. Eine schwere Straftat. Etwas, das niemand verzeihen kann."
„Was für eine Straftat?", fragte Rüpelkönig.
Sabine beugte sich vor und flüsterte: „Sexuelle Straftaten."
Die anderen starrten sie an. Dann, langsam, begannen sie zu lächeln. Es war ein kaltes, grausames Lächeln. Ein Lächeln, das nichts Gutes verhieß.
„Das ist perfekt", sagte Melanie. „Das wird ihn vernichten. Nicht nur körperlich, sondern auch sozial. Niemand wird ihm glauben. Niemand wird ihm helfen."
„Genau", sagte Sabine. „Und dann, wenn er am Boden ist, werden wir zuschlagen. Und diesmal wird es kein Entkommen geben."
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