In den nächsten Tagen versammelten sich alle in einem verlassenen Industriekomplex am Stadtrand. Nick hatte ihn monatelang vorbereitet: Stromgeneratoren, Vorräte, Kommunikationsausrüstung. Ein Hauptquartier, das von außen wie eine Ruine aussah und von innen wie ein Kriegsraum.
Isabella war die Letzte, die ankam. Sie trat durch die Tür und blieb stehen, als sie die Gruppe sah. Sabine und Melanie kannte sie. Die anderen waren neu.
„Wer sind die?", fragte sie Nick.
„Unsere neuen Verbündeten."
Isabella musterte jeden einzelnen. Gertrude nickte ihr zu. Markus B. schaute durch sie hindurch. Mr. Bensch lächelte zu breit. Engelblond ignorierte sie. Dr. Clooney hob die Hand zu einem förmlichen Gruß. Rayan schaute auf den Boden. Domi zog die Mütze tiefer ins Gesicht.
„Interessant", sagte Isabella. Sie wandte sich an Nick. „Und was genau ist der Plan?"
„Ich erkläre es euch allen zusammen."
Nick trat vor die Gruppe. Er hatte sich verändert in den Monaten seiner Flucht. Er war dünner geworden, die Narben in seinem Gesicht deutlicher. Aber seine Augen hatten eine neue Intensität, eine Klarheit, die fast beängstigend war.
„Wir haben alle etwas verloren", sagte er. „Wir alle haben gelitten, weil Kaiser Horst existiert. Weil er gelacht hat, während wir geweint haben. Weil er gefeiert hat, während wir gefallen sind. Das endet jetzt."
Er machte eine Pause.
„Ich habe einen Plan. Einen Plan, der nicht scheitern kann. Einen Plan, der alles beendet. Aber dafür brauche ich jeden einzelnen von euch. Eure Fähigkeiten, eure Wut, eure Entschlossenheit."
Er schaute in die Runde.
„Seid ihr dabei?"
Zwölf Stimmen antworteten gleichzeitig: „Ja."
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