Nick hatte seinen ersten Schritt sorgfältig geplant. Er wollte nicht mit Gewalt beginnen. Er wollte mit Psychologie beginnen.
Markus B. hatte in den letzten Wochen Isabelllas Arbeit fortgesetzt: Er hatte die Kommunikationsgeräte der Helden infiltriert, ihre Nachrichten gelesen, ihre Bewegungen verfolgt. Und er hatte etwas Interessantes gefunden.
Alex war schwach.
Nicht körperlich. Psychologisch. Die Nachrichten, die Alex an niemanden schickte, die Notizen, die er in einem verschlüsselten Dokument schrieb, die Suchanfragen, die er nachts stellte — sie alle erzählten eine Geschichte. Eine Geschichte von einem Mann, der am Rand stand.
Nick las die Berichte und lächelte.
„Wir müssen nichts tun", sagte er zu Markus B. „Wir müssen nur warten."
„Und wenn wir warten?", fragte Markus B.
„Dann fällt er von selbst."
Nick faltete die Berichte zusammen und legte sie beiseite. Er hatte keine Freude daran. Oder zumindest sagte er sich das. Er wollte Horst besiegen, nicht seine Freunde zerstören. Aber manchmal war der Weg zum Ziel nicht der, den man sich gewünscht hatte.
Er wandte sich den anderen Plänen zu. Rüdiger Gamm arbeitete in einem anderen Teil des Komplexes an neuen Robotern. Besseren Robotern. Robotern, die nicht durch eine Hundepfeife zerstört werden konnten.
„Wie lange noch?", fragte Nick.
Rüdiger schaute von seinem Bildschirm auf. „Zwei Wochen. Vielleicht drei."
„Du hast eine Woche."
Rüdiger seufzte und wandte sich wieder seinem Bildschirm zu.
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